

| Prof.
Dr. Andreas Liese, Jahrgang 1966, hat Chemie an der Friedrich-Wilhelms
Universität in Bonn studiert. Von 1994 bis 1998 promovierte der
gebürtige Rheinländer am Institut für Biotechnologie II unter der
Leitung von Prof. Dr. C. Wandrey im Forschungszentrum Jülich. Sowohl
die Diplom- als auch die Doktorarbeit, welche sich mit der
Reaktorentwicklung für Prozesse der Weißen Biotechnologie
beschäftigten, wurden in Kooperation mit der Chemiefirma DSM,
Niederlande, durchgeführt. Von 1998 bis 2003 hat er im Jülicher
Institut die Enzymgruppe geleitet. Im Jahr 2000 arbeitete Prof. Liese
für ein halbes Jahr bei Pfizer Global Research & Development in San
Diego, USA und war Mitbegründer der dortigen Biokatalysegruppe. Seine
Habilitation beendete er 2003 in "Technischer Chemie" und
"Biotechnologie" an der Universität Bonn. Im gleichen Jahr erhielt er
den Hochschullehrer-Nachwuchspreis der DECHEMA, Gesellschaft für
chemische Technik und Biotechnologie und nahm den Ruf auf eine
Professur für Biotechnologie an die Westfälische Wilhelms-Universität
Münster an. Im Dezember 2004 lehnte Liese einen Ruf an die Uni
Saarbrücken in Verbindung mit der Position des Geschäftsführers der
Gesellschaft für Umweltprozesstechnik ab. Stattdessen folgte er dem Ruf
an die Technische Universität Hamburg-Harburg. Prof. Liese leitet dort
das Institut für Technische Biokatalyse und ist derzeit
Studienbereichsleiter für Verfahrenstechnik. Seit 2005 ist er gewähltes
Mitglied des Vorstands der Fachgemeinschaft Biotechnologie der DECHEMA,
seit 2006 wissenschaftlicher Koordinator des nationalen
Stipendienschwerpunktes "Nachhaltige Bioprozesse" der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) und seit 2008 Mitglied des Vorstands der
Deutschen Gesellschaft für Katalyse. Seit 2007 ist Prof. Liese
Technologiekoordinator für "Biokatalyse" im Cluster BIOKATALYSE2021. Er
ist Autor zweier Bücher ("Industrial Biotransformations",
"Biological Principels Applied to Technical Asymmetric Catalysis") über
Verfahren der Weißen Biotechnologie. |